STEPHAN HÜSCH

"Projekt Waldi"
Videoprojektion in Glasbehälter: Stephan Hüsch © 1997

Stephan Hüsch


Stephan Hüsch

Projektbeschreibung

Die Präsentation

An drei Orten (Foyer, Treppenhaus. etc.) des Schloß Plüschow steht jeweils ein Plexiglaszylinderpaar auf zwei Konsolen. Der größere Zylinder ist 45 x 20 cm, der kleinere etwa 30 x 20 cm groß. In jedem Glas befindet sich eine durchsichtige Flüssigkeit und eine Milchglasscheibe, auf der je eine Videoprojektion zu sehen ist. Die Projektion im größeren Glas ist eine Aufnahme eines Hundehalters, die im kleineren eine von seinem Hund.
Die Personen sprechen mit ihren Hunden über ihre unmittelbare Umgebung. Während des Gespräches werden Wünsche, Träume, Vorstellungen und eigene Erlebnisse zu dem Begriff "Schloß" formuliert. Der reale Ort bietet dabei lediglich den Ausgangspunkt.
Diese Zwiegespräche zwischen Mensch und Hund sind eigentlich Selbstgespräche über die Eindrücke und Assoziationen der Hundehalter.
Beim Durchwandeln des Schlosses stößt der Betrachter immer wieder auf Ausstellungsstücke dieser Art, die sowohl Teil der Ausstellung, als auch Besucher sind.
Die Realisation

Die Paare sind vor schwarzem Hintergrund aufgenommen. Hund und Hundehalter werden durch Spiegel in die richtige Position projiziert. Auf diese Weise können mit einem Videoprojektor quasi zwei Filme gleichzeitig ausgestrahlt werden. Den Hundehaltern werden Aufnahmen des für sie sichtbaren Raumes, von ihren zukünftigen Positionen gezeigt. Die so entstehenden Selbstgespräche (mit Hund) richten sich nach diesen Eindrücken.
Jedes Gespräch dauert etwa drei bis fünf Minuten und beginnt dann immer wieder von vorne.

Die Personen

Die ausgewählten Hundehalter sind real existierende Personen aus verschiedenen Bevölkerungskreisen mit ihren Hunden.
So können Menschen wie Künstler, Wissenschaftler, Verkäufer bis hin zu meiner Nachbarin zu Wort kommen. Für die Auswahl der Personen wird entscheidend sein, daß jede Person irgend etwas mitbringt, sei es nun Charme, Wissen, Witz etc.. Ausschlaggebend ist die gelungene Mischung.
So entsteht eine kuriose Ansammlung von Mensch-Hundpärchen, in der sich der Schloßbesucher wiedererkennen kann.